Die Vorgehensweise bei der Zubereitung ist bei allen Curry Gerichten gleich, und für diese typisch. Wenn Sie in der indischen Küche noch nicht sehr bewandert sind, führen Sie sich doch die folgende Seite zu Gemüte, vor Sie sich den Rezepten zuwenden.
Gewürze sind die Essenz eines jeden Currys und die Zahl der Gewürze, die in diesen Gerichten verwendet werden ist riesig. Trotzdem ist die Zahl derer, die in einer Basiscurrymischung Verwendung finden, recht überschaubar: Die wichtigsten Gewürze für eine Currymischung sind Kreuzkümmel- und Koriandersamen. Diese beiden werden Sie in fast allen im Laden erhältlichen Currypulfern und Pasten finden. Weitere Gewürze in einem Currypulver sind in der Regel Gelbwurz (Kurkuma), Bockshornklee, Ingwer, Knoblauch und Kardamom. Wie alle gemahlenen Gewürze ist Currypulver nur begrenzt haltbar. Auch in luft- und lichtundurchlässigen Behältern verliert, bzw. verändert es mit der Zeit sein Aroma. Wenn Ihren Curryvorrat für ein Lammcurry vor ein paar Monaten gekauft haben, werfen Sie Ihn lieber weg, das Ergebnis könnte sonst höchst zweifelhaft ausfallen. Einige Gerichte erfordern ganze. oder geröstete und leicht zerdrückte Gewürze. Diese geben einem Gericht durch Textur und Aroma eine ganz besondere Note. Aber Vorsicht, wenn Sie für Gäste kochen. Manche Menschen haben eine Aversion gegen bestimmte Gewürze, besonders wenn sie erkennbar sind.
Chili verleiht dem Gericht seine Schärfe. Je nach Currygericht wird er frisch, getrocknet und zerrieben, als Pulver, als Paste oder Sauce verwendet. Vorsicht, wenn Sie die Chillis, die Sie verwenden wollen noch nicht ausprobiert haben: Frische und getrocknete Schoten setzen ihre Schärfe erst nach einer gewissen Zeit frei. Chillipulver und Pasten sind leichter zu dosieren, weil sie sofort wirken, und verlieren bei längerem Kochen eher etwas von ihrer Schärfe. In einem milden Curry frische, ganze Chillieschoten zu verwenden, ist ein gutes Mittel, es Ihren Gästen selbst zu überlassen, wie scharf sie ihr Gericht genießen wollen. Sie können sie mitessen, oder herauspulen. Wählen Sie in diesem Falle aber eine dickschalige Sorte, sonst besteht die Gefahr, dass sie aufplatzen, und dem Gericht noch nachträglich eine schärfere Note geben, als gewünscht. Als Alternative können Sie frische Chilles auch kurz anschwitzen und separat servieren, oder Chillisauce oder Paste anbieten.
Frische Kräuter werden in der indischen Küche kaum verwendet. Eine Ausnahme bildet frischer Koriander. Wenn es das Rezept erfordert, fügen sie die feingeschnittenen Blätter kurz vor dem Ende der Kochzeit zu, und verwenden Sie ein paar als Garnierung.
Kein Curry ist ohne diese drei Zutaten wirklich komplett. Zwiebeln werden immer ganz fein gehackt, und je nach Rezept angeschwitzt, bis sie glasig oder leicht braun sind. Ingwer wird in der Regel sehr, sehr fein geschnitten oder gerieben. Knoblauch wird feinblättrig geschnitten oder gepresst; mitunter auch beides im selben Gericht.
Öl ist ein essenzieller Bestandteil aller Currys. Es dient als Aromenträger, macht die verwendeten Gewürze weicher und verleiht dem Gericht eine angenehmere Textur. In der indischen Küche wird Ghee bevorzugt: geklärte, flüssige Butter. Sie können aber ach sehr gut Olivenöl, Nussöle, Sonnenblumenöl oder Butterschmalz verwenden. Verwenden Sie lieber zuviel, als zu wenig Fett und gießen, oder schöpfen Sie gegebenenfalls die Lage, die sich nach dem Kochen obenauf bildet, ab.
Die Hauptbestanteile Ihres Currys sind natürlich Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Gemüse. In der indischen Küche werden die Fleisch- und insbesondere Geflügelbestandteile unausgelöst, d.h. inklusive der Knochen gehackt. Wer zuungunsten der Originalität zur Verminderung der Verletzungsgefahr bim Essen auf Knochensplitter in demselben verzichten möchte, dem empfehle ich, das Aroma, das durch das Mitkochen von Knochen entsteht, durch Zugabe eines entsprechenden Fonds zu ersetzen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen, wird in der indischen Küche niemals Mehl oder Stärke zum binden von Saucen verwendet. Stattdessen werden Sahne, Joghurt, Kokosmilch- oder Mark, Gemüse oder Gemüsepürees, geriebene Nüsse oder Mandeln, oder eine Kombination davon bevorzugt.
Schließlich nehmen wir alle obengenannten Zutaten und bereiten ein Curry. Einige Schritte sind Rezept abhängig, oder von Ihrem Geschmack.
Portionieren Sie das Curry auf Teller und garnieren Sie nach Geschmack mit einem Klecks Joghurt oder Sahne, blättrig geschnittenen oder gestiftelten Nüssen, Korianderblättern oder lassen Sie Ihre Phantasie walten.